Diese spezielle und sehr aufwändige Sucharbeit nach Individualgeruch muss auch immer wieder von erfahrenen Trainern überprüft und verfolgt werden.
Beim Mantrailing orientiert sich der Hund an niedergefallenen Hautschuppen eines Menschen. Bei deren bakterieller Zersetzung bilden sich Gase, die das Tier riechen, speichern und differenziert verfolgen kann. Bei idealen Voraussetzungen und guten Wetterbedingungen können Spuren von bestens (langjährig) ausgebildeten Hunden auch noch nach Tagen identifiziert und verfolgt werden.
Die Bergrettung Salzburg ist stolz darauf, dass Jürgen Conrad und die GMBA uns bei dieser schwierigen und trainingsintensiven Arbeit immer wieder unterstützen.
Internationaler Austausch
Wir können auch seit drei Jahren immer an den internationalen GMBA-Kursen in Havelberg, gemeinsam veranstaltet mit Polizeitrainern der amerikanischen LEBA teilnehmen. Die LEBA, die Law Enforcement Bloodhound Association, hat Mitglieder aus allen amerikanischen Staaten, aber nur aus dem Polizeibereich.
Im Gelände von Untertauern über Obertauern bis nach Mauterndorf wurden eine Woche lang unzählige „Übungstrails gelegt“ und die sogenannten Vermissten von den Hunden mit großer Freude verfolgt, gesucht und gefunden.
Trotz teilweiser Kälte (Wintereinbruch in Obertauern), Schnee und Wind arbeitete das Mantrailing-Team intensiv an der Suche nach älteren und neueren Spuren. Für Jürgen Conrad war die gute Motivation zur Personenspürsuche unserer Hunde besonders wichtig.
Bei unseren Übungen in Mauterndorf schaute zu unserer großen Freude auch unser Kurat, Pfarrer Bernhard Rohrmoser auf einen Kurzbesuch vorbei.
Wir danken den vielen Bergrettern von Golling, Bad Hofgastein über Altenmarkt bis in den Pinzgau, die uns als Übungspersonen zur Suche zur Verfügung standen!
Und natürlich danken wir auch unserem Gastgeber, Ausbilder und Lokalmatador Christian Binggl, für seine perfekte Verpflegung und Organisation vor Ort.
Bericht und Bilder Maria Riedler